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Pressemitteilung 16.04.2007 Drucken E-Mail
1.MAI 2007
 
EIN GESICHERTER ARBEITSPLATZ BLEIBT EIN TRAUM!

"Ich träume von einem Arbeitsplatz - mit Arbeitsvertrag! Ich möchte ein geregeltes Leben führen!"

Der Traum der 20jährigen Maria ist nur einer von den 50 Träumen von Arbeiterjugendlichen, die wir während der internationalen Woche der Arbeiterjugend sammeln wollen, die die JOCI vom kommenden 24. April bis zum 1. Mai 2007, dem internationalen Fest der Arbeit, veran­stalten wird.

Maria, die aus Negresti, einer Stadt in Rumänien stammt, sagt, dass es die meisten Arbeiter­jugendlichen schwierig finden, einen rbeitsplatz in ihrer Heimatstadt zu bekommen.

"Junge Leute nehmen einen Job ohne Arbeitsvertrag an um Geld zu verdienen. Die Unkosten für Nahrungsmittel und Miete sind so hoch, dass manche von ihnen weiter bei ihren Eltern wohnen und von der Unterstützung von Freunden abhängen. Sie sind ständig verschuldet".

Da auch sie ohne Arbeitsvertrag gearbeitet hat, kennt Maria die Schwierigkeiten vor denen viele Arbeiterjugendliche in ihrer Heimatstadt stehen.

"Ich habe ein Jahr in einem kleinen Lebensmittelladen gearbeitet. Obwohl mein Arbeitstag 14 Stunden dauerte, wurde ich nur für 8 bezahlt. Ich habe mein Bestes gegeben: geputzt, mich um den Lagerbestand gekümmert, guten Kontakt zu den Kunden aufgebaut und gehofft, dass meine Arbeitgeberin irgendwann ihr Versprechen einlösen und mir einen Vertrag geben würde".

Als Maria die JOC kennen lernte, wurde sie sich allmählich ihrer Arbeitsrechte bewusst.

"Arbeitnehmer wissen oft nichts vom sozialen Sicherheitssystem. Wer keinen Vertrag hat, ist auch nicht geschützt und hat keine Gewähr für die Zukunft, nach der Entlassung. So wusste ich nicht, dass ich mich beim Arbeitsamt anmelden konnte wenn ich keinen Arbeitsvertrag hatte. Ich habe immer viel Respekt vor meiner Chefin gehabt, bis ich mir der Lage bewusst worden bin."

Dieses Jahr feiert die JOCI ihr 50 jähriges Bestehen als internationale Bewegung, aber sie weiß, dass der Kampf von, für und mit den Arbeiterjugendlichen fortgesetzt werden muss. Das Thema 2007 ist die Forderung nach einem "würdigen und festen Arbeitsplatz für alle".

"Wir wollen, dass sichere Arbeitsplätze und ein sicheres Leben Wirklichkeit werden und nicht länger Träume bleiben. Es ist heutzutage schwierig für die Arbeiterjugendlichen einen ersten Arbeitsplatz zu finden. Da Produktion, Dienstleistungen und Handel ständig weiter in Billig­lohnländer ausgelagert werden, muss man viel Glück haben, um einen festen Arbeitsplatz mit Vertrag und allen Rechten zu finden" meint Bridget Rauch, Generalsekretärin der JOCI.

Der erste Weltrat der JOCI hat 1957 in Rom stattgefunden - der Beginn der internationalen Dimension der JOC Bewegung, die in Europa, Amerika, Pan-Afrika und in Asien-Pazifik aktiv ist. Alljährlich unterstreicht sie im Rahmen der Internationalen Woche die Forderungen der Arbei­terjugendlichen überall auf der Welt.

"Arbeiterjugendliche haben Träume und Visionen für ihr Leben. Aber wir müssen handeln, damit diese Träume Wirklichkeit werden. Für uns ist der erste Mai Zeichen von vergangenen Kämpfen und Visionen für die Zukunft unseres Internationalen Aktionsplans: für eine Gesell­schaft mit gerechter Verteilung von Gütern und Ressourcen, eine Gesellschaft, die alle univer­sal anerkannten Grundrechte gewährt und in der die Menschen im Mittelpunkt der ökonomi­schen, politischen und sozialen Überlegungen stehen". 

Weitere Infos bei:

JOCI - IYCW
4, Ave. Georges Rodenbach
B-1030 BRUXELLES
Tel.: +32 2 242 18 11
Fax: +32 2 242 48 00
Email: Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, du musst Javascript aktivieren, damit du sie sehen kannst
Website: www.jociycw.net 

 
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