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| Internationaler Frauentag |
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8.
März Seit mehr als 75 Jahre organisiert die Internationale Christliche Arbeiterjugend (ICAJ) junge Arbeiterinnen und bildet sie weiter. Für sie ist die Lage dieser jungen Frauen Schwerpunkt ihrer Aktion. Noch immer sind Frauen auf vielfältige Art und Weise Opfer der Ausgrenzung und der Marginalisierung in unserer Gesellschaft. „Wir werden zum einen als Frauen und zum anderen als Arbeiterinnen ausgegrenzt." «Ich heiße Pattrisiya, bin 22 Jahre-alt und wohne in Rajagiriya, in der Nähe von Colombo, Sri Lanka. In unserer Kultur ist es sehr schwierig für eine jungen Frau Zugang zur Arbeitswelt zu bekommen, da unsere Mütter und Familien nicht wollen, dass wir einer Berufstätigkeit außerhalb des Hauses nachgehen. Daher fühle ich mich unwohl, denn ich kann meinen Fähigkeiten und Talenten keinen Ausdruck verleihen. Ich darf nicht studieren und nur die Arbeiten ausführen, die den Frauen gewöhnlich vorbehalten sind, wie Nähen, Kochen und andere Tätigkeiten, die die Männer nicht ausführen wollen. Weshalb ist das so? Wann wird sich das ändern? Ich bin Nalini Peries, 21 Jahre alt und wohnhaft in Negombo, Sri Lanka. Ich habe zwei Schwestern. Unsere Mutter ist Hausfrau und unser Vater arbeitet in der Schattenwirtschaft. Ich habe schone einige Jobs gehabt, die zu den typischen Frauenberufe gehören, wie z.B. Nähen oder Sticken. Ich musste täglich 50 Stück herstellen und bekam dafür 2 Rs, das sind kaum 0,01 US$. Ich verdiente 100 Rs/Tag (0,50 US$) und arbeitete ohne sozialen oder rechtlichen Schutz. Solche Situationen sind täglich Brot in den Freihandelszonen in Sri Lanka, der Dominikanischen Republik, Nicaragua, usw. Junge Arbeiterinnen werden in Fabriken eingeschlossen und arbeiten endlose Stunden um den Aufträgen der Multis nachzukommen. Sie haben nur begrenzten Zugang zu den Toiletten und werden von ihren Vorgesetzten belästigt, die alles mögliche unternehmen, damit sie sich nicht beschweren. Hausangestellte erleben auch schmerzvolle Situation. Viele Frauen, die als Hausangestellte arbeiten, werden sozial ausgegrenzt und moralisch wie sexuell von ihrem Arbeitgeber belästigt. Oft wollen sie sich nicht beschweren, weil sie Angst haben ihren Arbeitsplatz zu verlieren, umso mehr, da viele von ihnen keinen Arbeitsvertrag und somit auch keinen Rechtsschutz haben. In Chile, müssen manche junge Sekretärinnen Aufgaben erledigen, die nichts mit ihrer Arbeitsbeschreibung zu tun haben, wie Büroräume putzen und Kaffee kochen. Sie werden ständig von ihrem Arbeitgeber belästigt und es wird ihnen mit Entlassung gedroht, wenn sie nicht auf all seine Wünsche und Anspielungen eingehen. So erleben viele junge Arbeiterinnen die Ungerechtigkeiten des Kapitalismus. Der Grund, weshalb der 8. März als internationaler Frauentag ausgesucht wurde ist nicht ganz klar, jedoch waren wahrscheinlich zwei wichtige Ereignisse Grundlage für diese Wahl. Beide Ereignisse haben in New York stattgefunden. Das erste war eine große Zusammenkunft 1987 von Textilarbeiterinnen. Tausende von Frauen marschierten in Richtung der reichen Stadtviertel um gegen ihr erbärmlichen Bedingungen zu protestieren. Das zweite fand 1908 statt. Damals streikten 40.000 Arbeiterinnen der Bekleidungsindustrie um Rechte wie Gewerkschaften, höhere Löhne, Senkung der Arbeitsdauer, Berufsausbildung und Abschaffung der Kinderarbeit einzufordern. Während dieses Streiks starben 129 Arbeiterinnen in ihrer Fabrik, der Cotton Textile Factory, auf dem Washington Platz. Ihre Vorgesetzten hatten sie in der Fabrik eingeschlossen, um sie zur Arbeit zu zwingen und am Streik zu hindern. Letztendlich ließen sie die Fabrik in Brand setzen. Diese beiden Ereignisse sollen sich am 8. März zugetragen haben. Nun, im 21. Jahrhundert, fordern junge Arbeiterinnen Chancengleichheit. Als Menschen wollen sie ihren Beitrag zum Aufbau einer Gesellschaft leisten, die menschlicher und gerechter für all sein soll. Um dieses Ziel zu erreichen müssen Frauen und Jungarbeiterinnen überall in der Welt:
Die
ICAJ kämpft für eine richtige Arbeit für alle. Sie
schreitet in allen Gebieten der Welt zur Aktion um die bittere
Realität zu verändern und den Jungarbeiterinnen
Zukunftsaussichten zu bieten in Hinsicht eines menschenwürdigen
Lebens. Die ICAJ schließt Jungarbeiterinnen zusammen, bildet
sie weiter und fordert die Schaffung von korrekten Arbeitsplätzen
mit Arbeitsvertrag und sozialer Sicherheit. Sie fordert eine
Eingliederung der Jungarbeiterinnen in die Arbeitswelt, ein
Grundrecht, das in der Verfassung eines jeden Landes verankert sein
müsste.
HANDELN
WIR MIT ALLEN JUNGARBEITERINNEN im Hinblick auf mehr Solidarität
und Gerechtigkeit!
Internationale
ArbeiterInnenjugend
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