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| Pressemitteilung 16.11.2006 |
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"Wir
ermutigen alle Frauen und Jungarbeiterinnen, sich von ihrer Angst zu
befreien und sich für ein gewaltfreies Leben einzusetzen, wo sie
sich weder vor Belästigung, körperlichem oder
seelischem Missbrauch zu fürchten, geschweige denn darunter zu
leiden brauchen."
STELLUNGNAHME
IM RAHMEN DES INTERNATIONALEN TAGES FÜR DIE ABSCHAFFUNG VON GEWALTANWENDUNG GEGEN FRAUEN
Die
Internationale Christliche Arbeiterjugend ist gegen jegliche Form des
Missbrauches von Frauen, insbesondere von jungen Arbeiterinnen, die
alltäglich unter unterschiedlichen Formen von Gewalt überall
in der Welt zu leiden haben. Wir möchten über einige Fälle
berichten, die zeigen, wie Gewalt gegen Jungarbeiterinnen ihren
Ausdruck findet. "Rosa María Alave Sandoval lebt in der Provinz Ilo in Peru. Ihre Arbeit besteht im Putzen, Waschen und Bügeln im Haus eines Staatsanwaltes (ihr Arbeitgeber). Ohne ihre langjährige Arbeitszeit im Dienst ihre Arbeitgebers zu berücksichtigen, wurde Rosa beschuldigt $7.000 gestohlen zu haben. Ohne gerechte Gerichtsverhandlung wurde Rosa für schuldig befunden und verhaftet, ohne vorher verurteilt worden zu sein und ohne ihre Lage als Hausmädchen und die ihrer Kinder und Familie zu berücksichtigen. All das zeigt, dass der Richter zugunsten seines Kollegen gehandelt und Rosa Marías Rechte verletzt hat." "Ich bin Vicenta, Hausangestellte in Paraguay. Ich werde tagtäglich ausgebeutet, denn ich muss jeden Tag 10 bis 12 Stunden arbeiten. In Paraguay, werden weibliche Hausangestellte verachtet. Ihr Arbeit wird nicht geachtet. Wenn sie schwanger werden, werden sie gefeuert, daher versuchen sie oft ihre Schwangerschaft zu verbergen. Sie sind der Gewalt ihrer Arbeitgeber ausgesetzt und werden oft von diesen sexuell belästigt und manchmal auch vergewaltigt. Vielfach werden sie danach entlassen ohne für die getane Arbeit bezahlt zu werden und somit werden ihre Rechte als Frauen und Jungarbeiterinnen verletzt." "Unsere Freundin Macarena aus Chile erzählte uns, dass wenn sie auf dem Markt arbeitet (informelle Arbeit), sie die Realität der Jungarbeiterinnen kennen lernt, die nach dort kommen, um Frühstück zu verkaufen. Der Markt ist ein Ort, wo Männer sie oft anfassen und unangenehme Bemerkungen machen. Diese Mädchen müssen von 6:00 in der Frühe bis 5:00 nachmittags für rund 3.500 Pesos (um die $7) am Tag arbeiten."
'Sie
könnte unsere Schwester, Freundin, Verlobte, Frau, Mutter,
Großmutter, Tante, Schwägerin, Kusine,
Schwiegertochter oder Enkelin sein. Sie könnte unsere
Schülerin, Kollegin, Klassenkameradin, Helferin, Kundin,
Käuferin, Verkäuferin, Sozialarbeiterin, Nachbarin sein -
die unter dieser Ungerechtigkeit und der grausamen Gewalt in Amerika,
Asien, Afrika, Europa, Australien, gleich wo in der Welt leidet.
Angesichts dieser Gewaltsituationen denen die Jungarbeiterinnen
überall in der Welt ausgesetzt sind, rufen wir euch auf, diese
Situationen aufzudecken, euch zusammen zuschließen und
euch gegen jegliche Art der Gewalt und Ungerechtigkeit gegen
Jungarbeiterinnen einzusetzen. Wir fordern: Eine Gesellschaft in der Jungarbeiterinnen in menschenwürdigen Verhältnissen leben und arbeiten können. Mit solidarischen Grüßen,
Die
Arbeitsgruppe 'Jungarbeiterinnen' der
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