| Pressemitteilung 01.05.2006 |
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1.
MAI 2006
Millionen
junger Leute erleben heutzutage Ähnliches, in den
industrialisierten Staaten, wie in den so genannten
Entwicklungsländern. Sie arbeiten in befristeten
Beschäftigungsverhältnissen, der Schattenwirtschaft, in
Freihandelszonen oder zu Hause, wo sie für multinationale
Unternehmen tätig sind. Sie haben kaum oder keinen Zugang zu
Sozialschutz, wie Gesundheitsfürsorge, Mutterschaftsurlaub,
Altersrente und bezahlten Urlaub. Arbeiter in befristeten
Beschäftigungsverhältnissen und in Freihandelszonen haben
in vielen Ländern kein Recht einem Arbeitnehmerverband oder
einer Gewerkschaft beizutreten. Junge Arbeitnehmerinnen die als
Hausmädchen oder in Blumenplantagen oder noch in
Freihandelszonen arbeiten sind oft Opfer geschlechtsspezifischer
Diskriminierung, sexuellem Missbrauch und Gewalt. Junge Leute,
besonders Frauen, werden mit dem Versprechen verschleppt einen
ordentlichen Arbeitsplatz zu bekommen und ein besseres Leben führen
zu können. Sie sind Opfer der Sexindustrie und anderer
unsicherer Machenschaften. Viele junge Leute die in andere Länder
oder Großstädte auswandern werden diskriminiert,
ausgebeutet und ausgegrenzt.
Vor
mehr als 120 Jahren kämpften die Arbeiter für den 8 Stunden
Tag als legale Arbeitszeit. Die ILO Abkommen haben dieses Recht
anerkannt. Jedoch, trotz 120jährigem Kampf sind Arbeitnehmer in
der ganzen Welt gezwungen, unerträglich lange
Arbeitsstunden in Kauf zu nehmen, oftmals ohne dafür bezahlt zu
werden. Überall in der Welt gibt es Länder, die nicht
ausreichend darauf achten, dass die gesetzlichen Arbeitszeiten
eingehalten werden und das, wo "im kommenden Jahrzehnt fast eine
Milliarde Arbeitsplätze geschaffen werden müssten " um
mit dem Problem der Arbeitslosigkeit fertig zu werden.
Die
neoliberale ökonomische Globalisierung hat das Leben und die
Arbeit von Jugendlichen zerstört, die ohne Schutz sind.
Öffentliche Dienstleistungen wie Unterrichtswesen, Wasser- und
Stromversorgung, Verkehrsmittel und Gesundheitsfürsorge
werden privatisiert und drängen die Armen und Ausgegrenzten an
den Rand der Gesellschaft. Die Anzahl Arbeitsloser und Armen nimmt
tagtäglich zu.
Die
IJOC ist eine internationale Bewegung von Arbeiterjugendlichen und
ist in 50 Ländern in allen Kontinenten angesiedelt. Ihre
Aktionen betreffen mehr als 100.000 Arbeiterjugendliche mit oder
ohne Arbeitsstelle. Die IJOC setzt sich für das Recht der
Arbeiterjugendlichen auf ein menschenwürdiges Leben ein. Unter
anderem kämpft die IJOC für das Recht auf Bildung,
Gleichberechtigung von Männer und Frauen, Berufsausbildung,
würdige Arbeitsverhältnisse und sozialem Schutz.
Die
IJOC fordert alle Nationen auf, die Rechte der Arbeitnehmer zu wahren
und die ILO Abkommen zu ratifizieren, Gesetze zu erlassen und sie
anhand politischer Maßnahmen umzusetzen. Nachhaltig
produktive Wirtschaftssysteme können nur unter Wahrung der
Arbeiterrechte entstehen. Der Schutz und die Gesundheitsfürsorge
der Arbeitnehmer haben einen direkten Einfluss auf die Effizienz der
Produktion und der Dienstleistungen und müssen anhand von
politischen Maßnahmen und Programmen zum Sozialschutz umgesetzt
werden. Es ist höchste Zeit, dass die Regierungen, Unternehmen und Betriebe eine Arbeitszeitverkürzung vornehmen ohne Lohn- oder Leistungseinbußen, um neue Arbeitsplätze zu schaffen. Wir fordern dies im Namen von Millionen von Arbeitern, die für das Recht auf einen würdigen und festen Arbeitsplatz für alle kämpfen!
Brüssel, den 28. April 2006
Thiruvalluvar
Yovel |
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