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| Pressemitteilung 01.06.2006 |
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IJOC Beitrag zur ILO Konferenz am 1. Juni 2006
Einen
festen Arbeitsplatz statt unsicherer Arbeitsverhältnisse! Sehr geehrter Vorsitz, geachtete Mitglieder der 95. Internationalen Arbeitskonferenz, Heutzutage stellen Unternehmen weltweit Arbeitnehmer in unterschiedlichen Arbeitsverhältnissen an, um ihre Gewinne hochzuschrauben. Auf zahlreichen Arbeitsplätzen werden Arbeitnehmer als Teilzeit- oder Aushilfskräfte, Gelegenheitsarbeiter oder in befristeten Arbeitsverhältnissen eingesetzt. Diese Vielfalt an Arbeitsverträgen führt zur Diskriminierung und verwehrt das Anrecht auf die gleichen Sozialleistungen wie fest angestellte Arbeitnehmer. In manchen Ländern ermutigt die Arbeitsgesetzgebung zu Einzelverhandlungen bezüglich des Arbeitsverhältnisses und zwingt somit die Arbeitnehmer einzeln mit ihren Arbeitgebern ebenso Lohn wie Arbeitsbedingungen zu verhandeln. Diese Art Verhandlungen geht nicht mal zu Gunsten der Facharbeiter. Durch diese Situation sind die Arbeiterjugendlichen leicht angreifbar und das Machtverhältnis verändert sich vollkommen zu Gunsten der Arbeitgeberschaft. Die mangelnde Transparenz bei dieser Art von Arbeitsabkommen führt zu unfairer Diskriminierung am Arbeitsplatz.
Auf
zahlreichen Arbeitsplätzen legt man den Arbeitnehmern ans Herz
sich keiner Gewerkschaft anzuschließen und zahlreiche
Arbeitnehmer halten sich auch daran, aus Angst ihren Arbeitsplatz zu
verlieren.
Da
sie ihres Arbeitsplatzes nicht sicher sind oder aber kein Recht auf
einen festen Arbeitsplatz haben, sind viele Arbeitnehmer gezwungen
über mehrere Jahre befristete Arbeitsstellen anzunehmen. Meist
ist es in diesen Fällen nicht klar, wer für die
Arbeitsbedingungen und für die Einhaltung der Rechte der
Arbeitnehmer zuständig ist. Zahlt die Agentur für
Zeitarbeitnehmer oder das Unternehmen den Lohn des angestellten
Arbeitnehmers?
In
all diesen Fällen stehen die Arbeitnehmer wenig oder kaum unter
dem Schutz der Arbeitsgesetzgebung was würdige
Arbeitsbedingungen, einen guten Lohn oder Sozialleistungen betrifft.
Schwarzarbeit und unsichere Arbeitsverhältnisse führen
nicht nur zu negativen Auswirkungen auf Gesundheit, Sicherheit
und die allgemeine Entfaltung der Arbeitnehmer, sondern auch auf
Nachhaltigkeit, Produktivität und Effizienz der Arbeit
selbst.
Wir
fordern die Regierungen auf:
die Arbeitgeber auf:
die Gewerkschaften auf:
die ILO auf:
Die
IJOC richtet sich an die Regierungen, Arbeitgeber, Arbeitnehmer und
die ILO um feste STATT unsichere Arbeitsverhältnisse
zu fördern. Wir fordern alle Betroffenen dringlichst auf, die
Grundsätze und grundlegenden Rechte am Arbeitsplatz zu
achten, unabhängig von den Arbeitsverhältnissen. Es ist
wichtig, dass die Internationale Arbeitskonferenz
festlegt, was unter "gerechten Arbeitsverhältnissen" zu
verstehen ist und die Pflicht der Betroffenen anhand bestimmter
Abkommen und Empfehlungen klarstellt, was die Rechte der Arbeitnehmer
auf eine würdige, produktive und nachhaltige Arbeit betrifft.
Genf,
den 1. Juni 2006
INTERNATIONALE
ARBEITERJUGEND - IJOC |
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