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Pressemitteilung 25. August 2005 PDF Drucken E-Mail

Die Arbeitslosigkeit nimmt weiterhin zu, während die Arbeiterjugendlichen den großen Unternehmen geopfert werden

Während der letzten Monate haben wir gehört, dass Topmanager Aktien kaufen und verkaufen und innerhalb von 5 Minuten Millionen Euro verdienen.  Wir haben auch Zusammenlegungen von Betrieben, Privatisierungen öffentlicher Stellen und Verlagerungen von Firmen beobachtet, die ihre Kosten senken und ihre Gewinne erhöhen wollen.  Auf wessen Kosten?

Auf Kosten der ArbeitnehmerInnen, insbesondere der jungen ArbeitnehmerInnen, die Träume, Wünsche und Hoffnungen haben und sich nach einer sicheren Zukunft sehnen, die versuchen, alltäglich über die Runden zu kommen, damit ihre Familien menschenwürdig leben können.  Wie können diese Jugendlichen zu einer sicheren Zukunft gelangen, wenn sie nur mehr in den Arbeitslosenstatistiken auftauchen?

An diesem 25. August feiert die Internationale Christliche Arbeiterjugend (JOCI) ihre Gründung als internationale Organisation.  In diesem Jahr möchte die JOCI die Öffentlichkeit und die Presse daran erinnern, dass das Problem der Arbeitslosigkeit nicht auf Seite geschoben werden kann unter dem Vorwand, dass es interessantere Boulevardnachrichten gibt.  "Wenn wir diesem Problem wirklich ein Ende setzen wollen", erklärte Frau Cirocco, Generalsekretärin der JOCI, "müssen wir dieser Lebenswirklichkeit all die Aufmerksamkeit schenken, die sie verdient.  Die Arbeitslosigkeit nimmt ständig zu und eine wachsende Anzahl Jugendlicher in der ganzen Welt verliert jegliche Hoffnung in die Zukunft."

In ihrem Bericht über die Jugendbeschäftigung (die Thema der diesjährigen IAO-Konferenz war), erwähnt die Inter¬nationale Arbeitsorganisation, dass die "Jugendarbeitslosigkeitsrate überall hoch bleibt.  Jüngsten Schätzungen zufol¬ge haben derzeitig 88 Millionen Jugendliche keinen Arbeitsplatz, das sind 47 Prozent der gesamten arbeitslosen Bevölkerung in der Welt.  In zahlreichen Ländern, laufen junge Frauen eine viel höhere Gefahr arbeitslos zu wer¬den als ihre männlichen Kollegen."  Sie teilt außerdem mit, dass "mangels an Wirtschaftswachstum und einer anhal¬tenden Entwicklung, dieser Trend sich weiterhin fortsetzen oder gar verschlimmern werde…"  In: Emploi des jeunes: les voies d'accès à un travail décent.  Rapport VI Emploi des jeunes: le défi à relever, Conférence Internationale de l'OIT, 93e Session 2005.

88 Millionen!  Eine besorgniserregend hohe Zahl!  Es handelt sich um eine wahre Katastrophe für unsere Welt, besonders, wenn man sieht, was mit den Jugendlichen geschieht, die sich in dieser Lage befinden.  Sie befinden sich in einem hoffnungslosen Elend, verkaufen alles was sie können, um ein wenig zu essen zu haben; sie leben sehr lange bei ihren Eltern, sind von ihnen abhängig und betrachten sich als eine Last für ihre Familie, in der die Spannungen aufgrund der Gefühle die diese Situation hervorruft zunehmen. Viele Arbeiterjugendliche wenden sich Drogen, Alkohol, dem Verbrechen oder gar dem Selbstmord zu.  Zu viele Jugendliche sind langzeitarbeitslos und befinden sich einem Teufelskreis aus dem sie nicht mehr ausbrechen können.

Gibt es wirklich keinen Ausweg aus dieser schrecklichen Lage? Die JOCI glaubt, dass die Regierungen, die Wirtschaft und die Gesellschaft über zahlreiche Mittel verfügen, um eine Veränderung herbei zu führen und die Arbeitslosigkeit abzubauen, wenn nicht gar vollkommen abzuschaffen. "Alle Nationen müssten die Entwicklungsziel¬setzungen des Millenniums, die die UNO festgelegt hat, anstreben. Den Jugendlichen einen Arbeitsplatz zu gewähr¬leisten ist eine dieser Zielsetzungen, die bis 2015 umgesetzt sein soll" fügt Frau Cirocco hinzu. "Die JOCI glaubt, dass es zahlreiche Mittel gibt, dies zu erreichen, insbesondere:

  • Die Gewinne der multinationalen Unternehmen besteuern und dieses Geld nutzen, um Arbeitsplätze zu schaffen;
  • In die Sozialbereiche und in die soziale Sicherheit investieren, damit die Jugendlichen in der Zeit zwischen zwei Arbeitsplätzen ein Einkommen haben, das es ihnen ermöglicht, zu überleben;
  • Die Überstunden ab zu bauen und statt ihrer neue Arbeitsplätze schaffen; und
  • Die Arbeitszeiten verkürzen, ohne Lohneinbußen und diese Zeiten durch die Schaffung neuer Arbeitsplätze ausgleichen."

Frau Cirocco schlussfolgerte folgendermaßen: "Dies sind nur einige Mittel um dieser erschreckenden Lage ein Ende zu bereiten, aber es bedarf auch eines wahren Einsatzes, sowie einer veränderten Haltung und eines anderen Lebensstiles in der Gesellschaft. Wir müssen gemeinschaftlicher und weniger individualistisch leben; den Jugendlichen eine bessere soziale Unterstützung bieten, um ihnen ein Zugehörigkeitsgefühl zu vermitteln… Diese Veränderungen sollen zum Wohl der Jugendlichen, der Entwicklung der Gesellschaft und zur wahren Ausmerzung der Armut umgesetzt werden."

Für weitere Auskünfte wenden Sie sich bitte an:
Frau Anna Cirocco
JOCI, Belgien
Tel: + 32 2 242 1811
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