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Pressemitteilung 01.06.2006

IJOC Beitrag zur ILO Konferenz am 1. Juni 2006

Einen festen Arbeitsplatz statt unsicherer Arbeitsverhältnisse!

Sehr geehrter Vorsitz, geachtete Mitglieder der 95. Internationalen Arbeits­konferenz,

Heutzutage stellen Unternehmen weltweit Arbeitnehmer in unterschiedlichen Arbeitsverhältnissen an, um ihre Gewinne hochzuschrauben. Auf zahlreichen Arbeitsplätzen werden Arbeitnehmer als Teilzeit- oder Aushilfskräfte, Gelegen­heitsarbeiter oder in befristeten Arbeitsverhältnissen eingesetzt. Diese Vielfalt an Arbeitsverträgen führt zur Diskriminierung und verwehrt das Anrecht auf die gleichen Sozialleistungen wie fest angestellte Arbeitnehmer.

In manchen Ländern ermutigt die Arbeitsgesetzgebung zu Einzelverhandlungen bezüglich des Arbeitsverhältnisses und zwingt somit die Arbeitnehmer einzeln mit ihren Arbeitgebern ebenso Lohn wie Arbeitsbedingungen zu verhandeln. Diese Art Verhandlungen geht nicht mal zu Gunsten der Facharbeiter. Durch diese Situation sind die Arbeiterjugendlichen leicht angreifbar und das Macht­verhältnis verändert sich vollkommen zu Gunsten der Arbeitgeberschaft. Die mangelnde Transparenz bei dieser Art von Arbeitsabkommen führt zu unfairer Diskriminierung am Arbeitsplatz.

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Pressemitteilung 01.05.2006
1. MAI 2006
  • Susanne, 20 Jahre alt, arbeitet mit 10 weiteren Arbeitnehmerinnen als Auszubildende in einer Nähwerkstätte in Kumashi, Ghana. Weder sie, noch ihre Freundinnen erhalten einen Lohn oder eine Entschädigung für die Arbeit die sie leisten. Sie hängen von der Unterstützung ihrer Familie für Ernäh­rung, Transport und Unterkunft ab. Ihr Traum, eine eigenen Nähmaschine zu kaufen, die rund 55 US $ kostet, verwirklicht sich vielleicht nie.

  • David, 25 Jahre alt, hat sich einer Reihe Bewerbungsgespräche und fortbil­dender Maßnahmen unterworfen, um Zugang zum Arbeitsmarkt in Austra­lien zu bekommen. Er muss jedoch noch einen Arbeitsplatz finden um über­leben zu können, denn die Regierung hat ihre Pflicht bezüglich von Arbeitslo­sengeld eingeschränkt. David mach sich Sorgen um seine Zukunft.

  • Julio, 24 Jahre alt, einem jungen Arbeitslosen in Paraguay, wurde ein Arbeits­platz in einer Fabrik verwehrt unter dem Vorwand, dass sein Bruder dort arbeite. Dieser fordert lauthals seine Rechte in dieser Fabrik ein.

  • Maria, 24 Jahre alt, arbeitet in einem fast-food Restaurant in Belgien. Sie arbeitet in unsicheren Arbeitsverhältnissen in der Küche, denn es sind keine Sicherheitsmaßnahmen für die Arbeitnehmer vorgesehen, die das heiße Essen zubereiten. Sie trägt Narben auf den Armen wegen Arbeitsunfällen.

  • Dusanth, 20 Jahre alt und Parivala, 21 Jahre alt (die Namen wurden geändert), arbeiten beide in einem Restaurant der Kette "Neelagiris", die insgesamt 20 Zweigstellen in Sri Lanka besitzt. Man hatte ihnen einen Lohn von 25 US $ pro Monat versprochen, ihnen aber weniger ausbezahlt und das ohne soziale Sicherheit. Arbeitnehmer in diesem Restaurant werden zu Überstunden gezwungen, die nicht bezahlt werden. Ihre Arbeitszeit ist un­wahrscheinlich lange: Sie beginnen morgens um 4:30 und arbeiten bis 23:30 in der Nacht. Nur ein kleiner Saal steht den 60 Arbeitnehmern als Wohnung nach der Arbeit zur Verfügung.

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